Singen – Erhebung einer Anklage!

Saugefährlich!

Oh Herr lass Gras wachsen, es gibt immer mehr Rindviecher! Singen – Erhebung einer Anklage! Missachtung der allgemeinen Verkehrs- und Vorfahrtsregeln? Wer hat denn nun Vorfahrt. Ton oder Takt? Anhand der Empörung des Gitarristen und dem Erregungsgrad ist ein kleines Taktvergehen, wohl gleichzusetzen mit einem Straftatbestand mit Beantragung eines sofortigen Haftbefehls. O Ton: “Du Rindvieh, ja bist denn narrisch, des is saugfährlich, wos du da machst”.

Ich wusste gar nicht, dass Musik machen, vor allem Singen so saugefährlich ist. Grobe Fahrlässigkeit! Gefährdung der Allgemeinheit! Das hohe Verkehrsaufkommen in Bands (Gitarre, Piano, Bass und Schlagzeug) führt vielerorts zu Problemen. Immer wieder kommt es zu Unfällen mit schlimmen Folgen. Trunkenheits- oder Rauschfahrten mit und ohne konkrete Gefährdung. Häufig verursacht wird dies durch Sängerinnen, die mit einem Achtel oder Viertel zu viel, volltrunken durchs Lied torkeln. Experten gehen jährlich von rund 5 Millionen Unfällen in deutschen Proberäumen aus.

Dicht gefolgt sind unerlaubtes Entfernen vom Probeort, Gefährdung des Solos infolge geistiger oder körperlicher Mängel oder grob harmoniewidriges und rücksichtsloses Verhalten. Drogenkonsum, übermüdete Musiker. Blind, zu schnell und aggressiv im Lied überholt. Werfen von Steinen aus dem Publikum oder der Saiten Sprung des Gitarristen. Diebstahl von Notenmaterial, unbefugter Gebrauch eines Instruments “Spritztour mit einer fremder Gitarre”. Kennzeichenmissbrauch (China Klampfe), Schraubereien am Amp, Beleidigung Stinkefinger und mehr. Nötigung “Nicht ans Mikro lassen” oder “von der Bühne fegen”, fahrlässige Körperverletzung, bis hin zur Tötung. Der schlimmste aller Fälle bei einem Musikunfall ist die unterlassene Hilfeleistung.

Aufgrund mangelnder Beweise plädiere ich auf Einstellung des Verfahrens.

Leserkommentare zu  ““Saugefährlich””

  1. FinzenzMurr sagt:
    9. Juni 2013 um 22:21

    Die verharmlosende Darstellung der Missachtung des Metrums ist keinesfalls akzeptabel. Das beweisen allein die hohen Unfallzahlen. Der Text verherrlicht die “taktlose Gewalt” und erweckt den Anschein, es handle sich um ein niedliches Kavaliersdelikt.
    Um es erst gar nicht zur Einstellung eines Verfahrens kommen zu lassen, empfiehlt sich die permanente Aufzeichnung des Musikgeschehens. Zum Glück gibt es geeignete Strafzettel (werden in Kürze hier gepostet) um der “Anarchia in Musica” Einhalt zu gebieten.

  2. Relly Peel sagt:
    20. Juni 2013 um 16:52

    Ganz recht, Finzenz. Das ist wie die neue 30er-Zone in der Berger-Kreuz-Straße. Keine Sau – geschweige denn die Anwohner selbst – wissen von ihr. Weil die Schilder ganz verschämt und unscheinbar aufgestellt worden sind. Etwas um den MVG-Busbetrieb zu schützen? Egal, wann kommen denn nun endlich die Blitzer und kassieren ab? Genauso ist es mit der Aufzeichnung metronomischer Vergehen. Nur damit schafft man die Grundlage, Strafzettel auszustellen. Ich frage mich, wo dann eigentlich die Verkehrssünderdatei stehen müsste. Flensburg? Montreux? Nashville? Rockpalast? Was kostet eine Viertel zu früh? Was eine zu spät? Hm…

  3. Lovely Rita sagt:
    22. Juni 2013 um 10:31Rita klärt auf: Die Ahndung von Verkehrsordnungswidrigkeiten (Verteilung von Knöllchen), Beobachtung des Verkehrsflusses, zur Erkennung oder Vermeidung von Staus, präventive Aktivitäten im Proberaum zur Erhöhung der Musikersicherheit obliegen der Jazzitesse. Geschwindigkeits- und Abstandsmessungen erfordern jedoch eine jahrelange Ausbildung, nachweisbare Praktika aller musikalischer Genres. Messungen dürfen nur von einem diplomierten „JAZZPOM“ durchgeführt werden. Die bloße gefühlsmäßige Schätzung der verstrichenen Zeit reicht für ein Musizierverbot nicht aus.Leider herrscht auch im polizei-musikalischem Gewerbe ein Mangel an qualifizierten Fachkräften. Oft verwechseln selbsternannte „kommunale Hilfssheriffs“ Rotlichtvergehen mit dem Verkehr im Rotlichtviertel, vergessen dabei die erforderliche Sekundenzählung bei überfahren des Signals oder sind bloß zufällig in der Nähe des Vorfalls ohne die erforderliche Ausbildung zur qualifizierten Rotlichtüberwachung zu besitzen. Prof. Dr. Johann Schneider (Sachverständiger und Sprecher der allgemeinen Musikwacht) sagt: “Keinesfalls darf man Zeitüber- oder Unterschreitungen bagatellisieren, es muss zwingend ein mehrmonatiges Musizierverbot verhängt werden, ein psychomusiologisches Gutachten ist zum Wiedererlangen der Musiziertüchtigkeit unabdingbar. Aus Selbstschutz empfiehlt es sich, rüpelhafte Musizierteilnehmer/innen dieser Art weiträumig zu umfahren, besser man meidet Zusammenstöße und bewegt sich nur auf extra ausgewiesenen Spielstraßen (Profi Combo, Showband, Boy-Group) oder in einer verkehrsberuhigten Zone (Alphorn Trio, Rentnerband, Alleinunterhalter)” dort kann eine Gefährdung nahezu ausgeschlossen werden”.Eure Lovely Rita (Jazzitesse aus Leidenschaft)
  4. SuzeQ sagt:
    22. Juni 2013 um 18:37

    Zahlreiche Umfragen ergaben, dass Männer nicht zwangsläufig die besseren Musikanten sind. Wenn man nur betrachtet, wie zeitaufwändig zum Microfasertuch gegriffen wird, sie regelmäßige Modifikationen, Reparaturen und Pflegemaßnahmen für Ihr „Gerät“ aufwenden, ganz abgesehen von unnötigen finanziellen Ausgaben.

    Das uralte Verhaltensmuster lässt sich besonders gut erkennen, wenn Männer stundenlang auf der Lauer vor dem PC liegen, die fette Beute bei Toomanns, Ekauf und Co. ausgiebig anstarren, um dann mit viel Getöse den Bären zu erlegen. Mit ihrer rücksichtslosen Spielweise preschen sie mit dem Erlegten durch den Proberaum. Drängelnd, mit Lichthupe auf der Überholspur!

    Wundert es, mehr als drei Viertel der Musiksünder sind Männer. Die meisten Geschwindigkeitsverstöße werden bei ihnen registriert, auf Platz zwei der Statistik stehen Trunkenheit am Instrument, sowie die Missachtung der Vorfahrt.

    Auch wenn die Unterschiede immer mehr verschwimmen, fällt doch auf, dass Frauen aufgrund der höheren sozialen Kompetenz seltener in Radarfallen tappen, als die Herren der Schöpfung. Dies bedeutet aber nicht, dass Frauen besser sind, denn Männer spielen ja öfter und legen auch die längeren Solostrecken zurück. Frauen leiden oft an der Rechts-Links-Zähl-Schwäche, so dass sie am häufigsten wegen Vorfahrtsvergehen und Orientierungslosigkeit auffällig werden.

    Wo Licht ist, gibt es Schatten. Um etwas Lautes beurteilen zu können, muss man auch das Leise kennen.

    Der 7. Sinn Frau am Steuer – Sind doch Vorurteile längst vergessen?

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