Proben ist doch kein Luxus

ContainerNeue Heimat…

Einen Proberaum zu finden ist in unserer Stadt nicht besonders schwer, den Baucontainer gibts wie Sand am Meer. Ein Baugelände ist recht schnell gefunden. Den brache Flächen suchen Kunden. Drei Container aufeinander sorgen doch für’s gemütliche Miteinander.

Wer braucht denn schon Beton für seinen reinen Ton. Fünfzehnquadratmeter Nutzungsfläche, der Musiker bezahlt doch gerne die Zeche. Des Jazzers reinste Horror Kammer – Metaller sind gerne untereinander, der Schall des Nachbarn kein Problem, da dröhnt der Bass doch wunderschön.

Der Notenständer fröhlich wackelt, das Notenblatt vom Ständer flattert. Swing, Bossa und auch Latin, im Ernst, daran war nicht zu denken. Oben, rechts und auch noch unten, wir fühlten uns bald recht geschunden und suchten schnell ein neues Heim. Lang gesucht und auch gefunden, dreht das Geld nun seine Runden. Denn nun bezahlen wir für ein bisschen Stahl und Beton, einen guten Teil von unserem Monatslohn.

Proberäume sind sehr knapp, vielen Dank an unsere Luxus Stadt! Für Kultur braucht es nicht viel, nur ein bisschen Platz für Spass und Spiel. Wo sollen Bands denn üben, wenn sie immerfort vertrieben?!

Container

 

 

 

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